Unser Neid dauert stets länger als das Glück derer, die wir beneiden.

François de La Rochefoucauld (1613 – 1680)

Als wir 2016 das erste Mal in Thailand waren und unsere dortige „Familie“ besuchten, haben wir viel von ihnen gelernt. Die einprägsamste Information bzw. Lektion aber handelte vom Thema Neid.

Warum gönnt man einem Fremden, seinem Bekannten oder sogar seinem Freund nicht das tolle Auto, das gewonnene Geld oder den hervorragenden neuen Job oder was auch immer?

Angelehnt an die buddhistischen Lehren, wurde uns in Thailand erklärt, dass die (buddhistisch lebenden) Thailänder stets versuchen lieber Freude über die Erfolge anderer zu schenken, als sich darüber zu ärgern.

Bei Missgunst und Ärger über das Erreichte anderer, stellt sich bei einem selbst ein schlechtes Karma ein und man gerät schnell in einen Teufelskreis aus Wut und Pech und man denkt immer mehr, dass es anderen immer besser, als einem selbst geht.

Das klang interessant… und so verdammt wahr…

Im Selbstversuch (über die letzten Jahre) stelle ich immer wieder fest, dass es tatsächlich viel schöner ist, dem anderen zu sagen „gut gemacht“, oder: „herzlichen Glückwunsch“! Und das ganze auch so zu meinen. Selbstverständlich ist das nicht immer leicht und man gerät auch schnell mal wieder in Gedanken zum neiden. Dann muss man sich selbst erinnern und motivieren. Das Ganze ist ein Prozess und muss geübt werden.

Die gesparte Energie kann man dann wieder in seine eigenen Ziele investieren.

Neid gilt als eine Vorstufe/ Ursache für Mobbing

Oftmals kommt die Frage auf, wie es eigentlich zu Mobbing kommt. Neid kann ein Grund dafür sein.

Ist jemand eifersüchtig und kann sich mit den eigenen Gefühlen nicht richtig auseinander setzen, kann sich ein leidvoller Weg für alle Beteiligten eröffnen.

Neid ist in Deutschland allgegenwärtig und gehört zum guten Ton

Zitat Eckhard von Hirschhausen:

„Wir nutzen Geld, was wir nicht haben, um Dinge zu kaufen, die wir nicht brauchen, um Leute zu beeindrucken, die wir nicht einmal mögen“

Vielen Dank für deine Aufmerksamkeit!

4 Responses

    • Vielen Dank für deinen Kommentar! „was ganz hässliches“trifft es auf den Punkt! Schön, dass man sich da versteht 😉 vg!

  1. Gutes Thema!
    Ich bin mit den Jahren vom Neid völlig weg gekommen, in dem ich mir die Leute auf die ich neidisch sein könnte zum Vorbild gemacht habe. Ich habe versucht von ihnen zu lernen! Denn irgendwas müssen die ja richtig gemacht haben!!! 😉 Und wenn es nur die positive Lebenseinstellung ist. Ich bin also nicht neidisch sondern vielmehr inspiriert und motiviert.
    Wie heißt es so schön: Neid muss man sich verdienen, …

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